Montag, 7. September 2009

I wear my sunglases at night



Nachdem meine "alte" Sonnebrille durch einen kalt, Jericho, kalt, Jericho Wechsel zersprang gönnte ich mir heute ein neues Modell. Ja, es is ein RayBan Abklatsch, aber ein guter;)


Dinaaaaaaaaaaa, wie findestdu sie??????

Tinas Presch

... heute meinen neuen Dienstplan bekommen und die erste Woche kein SERVICE:D:D

Und etwas anderes versteckte sich auf dem Plan: Ankunft Tina Presch 15:30 :) Saturday, du wirst vom neuen Zivi Samuel abgeholt;)
JUHUUUUU

Freitag, 4. September 2009

Madonna besucht die Ruinen von Petra

Unsere allerliebste Tageszeitung Bild berichtete gerade:

Zum Abschluss ihrer Welttournee hat Popstar Madonna die Ruinen der antiken Stadt Petra in Jordanien besucht. Während ihres 15-minütigen Aufenthalts in der Ausgrabungsstätte wurde die ganz in weiß gekleidete 51-Jährige am Donnerstagabend von Sicherheitsleuten und einem Leibwächter begleitet. Das fast völlig im Dunkeln liegende Gelände wurde von Autoscheinwerfern erhellt. Zu dem von der jordanischen Königin Rania arrangierten Kurzbesuch flog Madonna per Hubschrauber ein. Madonna hatte zuletzt in Israel zwei Konzerte gegeben.

PETRA, Jordan — The Material Girl has wrapped up her world tour with a sightseeing trip to Jordan's famed ruins in Petra.

Madonna, 51, was flown by helicopter into this ancient Roman-era city carved out in red stone in a trip arranged by Queen Rania, the wife of Jordan's King Abdullah II.

The pop star, in a white shirt and white slacks, was escorted by Jordanian security and an armed bodyguard during her 15-minute tour Thursday.

She made no comment to reporters as she walked in almost total darkness. Jordanian security lit the area with headlights from their vehicles.

Madonna arrived in Jordan from neighboring Israel, where she performed two concerts over the last two days.





Pf, und wir sind gelaufen^^

Erlebnis

Bei meinem Frühcafeteriadienst heute hatten wir ein rührendes Ehepaar zu Gast, die von ihrer Reisegruppe bei uns abgegeben wurde;), da sie beide total erschöpft waren (es ist wieder Freitag und Ramadan also die ganze Stadt dicht^^). Wir bedienten die Beiden und brachten ihnen das Essen, dabei fiel mir dann die tätowierte Nummer an seinem Arm auf. Im Gespräch stellte sich heraus, dass sie ursprünglich aus Tschechien stammten, jetzt in München leben und beide 87 sind:) Die Frau namens Edith und ihr Mann sprachen perfektes Deutsch und lobten unser Schnitzel und unseren Apfelstrudel, sie hätten noch nie so etwas Gutes gegessen^^

Am Ende bekamen wir 50 Schekel Trinkgeld, etwa 10 Euro^^ und eine Einladung zu einer jüdischen Hochzeit ihrer Nichte:)

Donnerstag, 3. September 2009

Jericho und Ramallah

Gestern machte ich gemeinsam mit den zwei neuen Zivis Martin und Johannes und den "alten" Volos Katharina und Julia einen kleinen Ausflug nach Jericho und Ramallah. Mit dem Bus fuhren wir in eine leicht verkommene palästinensische Kleinstadt nur um nachher wieder aus ihr herauszufahren^^ Aber eeeeeegal, so is das hier im Land, manchmal sind die Vorgänge nicht ganz so nachvollziehbar:) (Übrigens gleich neben der ungepflegten Palästinenischen Stadt lag eine top gepflegte, hoch umzäunte israelische Siedlung)
Auf jeden Fall trafen wir dann in Jericho auf den netten Taxifahrer Abu Oman, der uns in seinem Taxi herumfuhr. Zuerst ging es zum Berg der Versuchung und der (MUSLIMISCHE) Taxifahrer versuchte uns davon zu überzeugen, dass es im dortigen Kloster geradezu überlebenswichtig ist den Stein(?) anzufassen und sich dann mit dieser Hand an den Hals zu langen. Man werde davon "holy":) Ahja:) Joah, er fuhr uns dann auch nicht zur Seilbahn, denn das sein herausgeschmissenes Geld ("55 Schekel for one person, too much, too much) sondern lies uns am Fußweg heraus. Kurz zuvor klagte er noch über die unerträgliche Hitze heute, dass es im Moment 43 Grad hat und es bis vier Uhr noch heißer wird:


Naja gut, wir stiegen aus und bestiegen den Berg. Hechel, nach 15 Minuten dann die Erkenntnis, die Mönche machen Mittagspause. Wir auch.

Nicht holy gingen wir dann wieder runter und Abu Oman holte uns wieder ab:)
Weiter ging es zu einem netten Palast, nachdem wir unsere Schekelchen gelöhnt hatten durften wir uns dann die Anlage anschauen. War ganz nett;) Vor allem das klimatisierte Museum:D
Von Abu Oman lernten wir nun auch auf dem Rückweg, dass die Amis "no good" sind, die Franzosen und die Deutschen dagegen "good". Im Sprechchor lernten wir dann das arabische Zählen. Ungefähr so:

Abu Oman: Wuahad
Wir: Wuuuuahad
Abu Oman:......

Echt lustig:D
Er bot uns dann an bei ihm zuhause Fasten zu brechen, aber wir mussten leider weiter nach Ramallah. Mit dem Taxi(nicht mit Abu Oman) für 14 Schekel, etwa 2,50 € fuhren wir eine gute Stunde durch die Westbank nach Ramallah. Leider konnte unser Fahrer reeeelativ wenig Englisch. Ok, eher gar nichts:D Deshalb laberte er uns auf arabisch zu, wir verstanden etwas wenig, Johannes dann irgendwann leicht genervt: WE DON´T SPEAK ARAB^^
In Ramallah veränderte sich sein Kauderwelsch und ich verstand ein paar Zahlen, Chamse, Wuahad... Wir dachten natürlich gleich, er wolle den Preis nachverhandeln. Wir versuchten im daraufhin weiß zu machen, dass wir diesen Preis ausgemacht haben und nur diesen Zahlen. Er sagt immer noch Zahlen durch. Dann kommt er auf die grandiose Idee, diese Zahlen aufzuschreiben und zu unserem Erstaunen ist es seine Telefonnummer und er lässt uns verstehen, dass er uns gern mal wieder irgendwohin fährt.

Natürlich rufen wir einen nichtenglischsprachigen Araber auf dem Handy an^^
Die Geste war nett, nur das zählt:)

In Ramallah gingen wir dann eine Falaffel essen, was sich aufgrund von Ramadan schwierig gestaltete, aber ein 10-jähriger Straßenverkäufer zeigte uns ein Restaurant, dass trotz des Fastens Falaffel verkaufte:) Falaffel war kalt und schlecht, stillte aber unseren Hunger:)

Stars and Bucks (nein, nichz Starbucks;)) hatte zu, so fuhren wir dann wieder zurück. Zuerst versuchten wir es bei einem Taxi, der uns für 15 Schekel nach Al Quds / Jerusalem fahren wollte. Eine tief verschleierte Frau hielt uns aber zurück und erklärte uns auf perfektem Englisch, dass er uns abzocken will und wir auf keine Fall mehr als 6 Schekel zahlen sollen:) Sie zeigte uns dann gleich auch noch den Platz, von wo aus wir für billig zurück fahren konnten.

Am Checkpoint hieß es dann Allemann raus und rein ins Gebäude. Zig Schalter, Drehtore, Überwachung. Wie am Flughafen. Nach der Kontrolle wieder in den Bus und zurück.

When I woke up....

... schon gestern hatte ich eine Vorahnung, die sich beim Aufwachen bestätigte: ICH BIN KRANK... Meine Lymphknoten sind an die 2 Meter dick und meine Nase geht ihren eigenen Weg.

Ich bitte jetzt um ein Oh mit drei Kurzen für mich:)

PS: Arbeit muss natürlich weiter gehen--> Heute habe ich Service, d.h. musste schon um 5:30 aufstehen...

Dienstag, 1. September 2009

Ramadan

Im Moment geht es bei uns in der Straße richtig "ab", denn es ist Ramadan: Das bedeutet, die Muslime schmücken ihre Straßen und Häuser, fasten tagsüber und brechen abends das Fasten mit einem Festmahl. Die Stimmung in der Altstadt ist trotz oder wegen des Fastens echt anders, unser Nightguard Saba, ein Muslim, warnte uns schon vor, er werde sich wegen Ramadan verändern. Die Hormone scheinen bei den Männern übrzuschwappen, die Frauen sind kreischiger. In Amman auf dem Obst und Gemüse Suq kochte die Stimmung, die Leute kauften Lebensmittel, als gäbe es kein Morgen mehr.

Letzten Freitag versuchte ich mit Anna vom Hospiz Richtung Damaskusgate zu kommen. Schier unmöglich. 200 000 Muslime aus der ganzen Westbank strömten DURCH das Damaskus direkt auf uns zu^^ Überall lagen Bettler und erzählten ihre Leidensgeschichte, zeigten Bilder. Das Aufgebot an Polizei und Army war riesig. 90 000 Muslime beteten auf dem Tempelberg.

Nachts fällt mir das Schlafen wirklich schwer, es ist so laut und wir haben Fenster direkt zum Suq. Trotzalledem muss die Arbeit natürlich genauso weiterlaufen wie bisher, Müdigkeit ist ein NoGo. Mittagsschlaf heißt im Moment die Alternative;)

An Oma und Opa--> See you soon in Jerusalem. ICH FREUE MICH SCHON!!!!!!