Sonntag, 4. Oktober 2009

Jiries Abdallah: Das ist halt das Heiliges Land!

Diesen Ausspruch lies unser Koch Jiries los, nachdem ich ihm erzählte, dass heute Nacht der Muezzin rumgesponnen hatte und wir eine unserer muslimischen Frauen dazu befragten.
Ganze 2 Mal sang er und das zweite Mal um 4 eine gefühlte Stunde lang. Der Gesang war auch außergewöhnlich melodisch. Er predigte seinen Glaubensgenossen, dass diese heute früher zum Beten in die Al-Aqsa sollen, weil orthodoxe Juden versuchen werden, in die Al-Aqsa zu kommen (die eben für die Juden zu ihrem Tempel dazugehört).

Ich danke ihm für die außergewöhnlich laute Übermittlung seiner Nachricht^^

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Alma

Nachdem gestern die Schwester angefragt hat, ob wir gerne auf eine Theaterstückpreview würden, sagten Tina und Ich gleich direkt zu. Mit dabei waren auch unsere 5 Zivis und ein Ex-Zivi. Statt fand dieses Theaterstück im ehemaligen britischen Gefängnis, nahe dem Jerusalemer Rathaus an der Jaffa Road. Das Stück hieß Alma, Regie führte Paulus Manker. Das Stück is sau berühmt und echt super. Es is kein klassisches Theaterstück, dass auf der Bühne aufgeführt wird. Es gibt 3 Handlungsstränge ( 3 Almas) und man folgt den Schauspielern durch die Kulissen, im Hintergrund wird Musik gespielt. Es stehen überall ein paar Stühle bzw Sofas die in die Räume und deren Gestaltung integriert sind. Beispielsweise sitzt man in einer volleingerichteten Küche mit allem drum und dran auf der Küchenbank, neben einem die Schauspieler am Tisch, man trinkt Kaffee, die Schauspieler auch.... Das Stück war teils Englisch, teils Ivrit, Hebräisch, manchmal fielen auch deutsche Wörter.

"Alma Maria Mahler-Werfel (geb. Schindler, * 31. August 1879 in Wien; † 11. Dezember 1964 in New York, N.Y.) war eine Grande Dame der Kunst-, Musik- und Literaturszene in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bereits als Jugendliche war sie eine bekannte Schönheit und Gesellschaftsdame. Von ihrem eigenen musikalischen Schaffen sind nur einige Kunstlieder erhalten. Als Gastgeberin künstlerischer Salons scharte sie in Wien wie New York Künstler und Prominente um sich. Mahler-Werfel wurde vielfach porträtiert und musikalisch verewigt. Als Femme Fatale beschrieben und begehrt, war sie Ehefrau des Komponisten Gustav Mahler, des Architekten Walter Gropius und des Dichters Franz Werfel sowie Gefährtin des Malers Oskar Kokoschka und weiterer prominenter Männer."

Alma – A Show Biz ans Ende ist ein Theaterstück des israelischen Autors Joshua Sobol, bei dem verschiedene Szenen aus dem Leben von Alma Mahler-Werfel simultan in verschiedenen Stockwerken und Zimmern eines Gebäudes gespielt werden. 1999 entstand daraus ein 3-teiliger Fernsehfilm.

Ein Polydrama ist ein Drama, das aus mehreren miteinander verwobenen Handlungssträngen besteht, die parallel an verschiedenen Orten stattfinden und gespielt werden.

Das Stück wurde von einem "Leichenschmaus" zu Ehren Gustav Mahlers unterbrochen. Es gab Wein, gutes Essen und wieder einmal eine tolle Kulisse.

Montag, 28. September 2009

Ich bin Jesus von Nazareth



Diagnose: Jerusalem Syndrom
Es gibt tatsächlich in unserer Stadt ein eigenes Syndrom, nämlich das Jerusalem Syndrom (Bitte Englisch aussprechen).
Schon 2 Gäste unseres Hospizes litten unter dieser Krankheit, laut unserem Rektor sind das vorallem evangelisch-freikirchliche Menschen.

Aus Wikipedia:

Jerusalem-Syndrom bezeichnet eine psychische Störung, von der ca. 100 Besucher und Einwohner der Stadt Jerusalem pro Jahr betroffen sind. Dabei handelt es sich nicht um eine anerkannte Diagnose. Die Symptome fallen im internationalen Diagnoseschlüssel unter „Akute und vorübergehende psychotische Störung“.

Die Erkrankung besitzt den Charakter einer Psychose und äußert sich unter anderem in Wahnvorstellungen: Der oder die Betroffene identifiziert sich vollständig mit einer heiligen Person aus dem Alten oder Neuen Testament und gibt sich als diese aus.

Sehr prominente und wichtige biblische Personen werden dabei besonders häufig zum Objekt einer solchen Identifizierung, so zum Beispiel Moses und König David aus dem Alten Testament oder Jesus und Johannes der Täufer aus dem Neuen Testament. Grundsätzlich wählen Männer männliche Personen aus der Bibel und Frauen weibliche Personen. Auch gibt es konfessionelle Einflüsse bei der Wahl: Juden wählen Personen aus dem Alten Testament, Christen wählen Personen aus dem Neuen Testament.

Jaja, Johannes der Täufer. Ich glaube einer unserer Zivildiener ist auch schon betroffen^^

Sonntag, 27. September 2009

I got stoned




... so lautet die Aufschrift eines der berühmten T-Shirts, die man hier in den Straßen Jerusalems kaufen kann.
C) hat sich heute mal wieder bestätigt^^
Ein paar Juden betraten mit einem Stein den Tempelberg, um dort die Grundsteinlegung für den dritten Tempel zu vollführen.. Zusätzlich dazu versuchten sie auch noch in die Al-Aqsa Moschee einzudringen.
Die israelische Polizei und Armee war wegen Jom Kippur so oder so schon in Alarmbereitschaft und versuchte eine Menge aufgebrachter Palästinenser mit Tränengas unter Kontrolle zu bringen.
Das traurige Ende dieser Aktion waren palästinenische Steinewerfer, die wiederrum israelische Soldaten verletzten und ängstliche, eigentlich Ex-Gäste des Hospizes, die versuchten aus der Altstadt zu kommen. Es flogen melonengroße Steine und sie kehrten um und verbrachten die Nacht bei uns.
Die Haaretz kommentiert dazu:

"Protesters threw stones, chairs and whatever they could lay hands on as riot police rushed to the scene. Video showed them trying to drive police away from the doorway of the al-Aqsa mosque, but there was no sign that police entered it.

Police said 17 officers were hurt and 11 rioters arrested, and medics said 13 Palestinians were treated for injuries. There were no reports of serious injury or death.

Israeli police said it began when religious Palestinians angered by immodestly dressed tourists grew violent."

Freitag, 25. September 2009

Shisha

Nachdem sich nun einige Leute über den Sishakonsum hier im heiligen Land empört haben, habe ich mich wiederrum entschlossen ein bisschen darüber zu schreiben.

Erster Fakt: Shisha gehört zur arabischen Kultur dazu und deshalb auch zu diesem Land. Keine arabische Straße kommt ohne mind. eine Cafébar aus, in der man arabischen Tee und Kaffee trinkt und dazu eben die allseitsbekannte Shisha raucht. Die richtigen Araber rauchen diese dann auch wirklich extrem. Stundenlang sitzen sie an der Straße und ziehen an den Schläuchen, die in ihren vielen verschieden Farben und Formen schon einen eigene Post wert wären. Statt wie bei unseren europäischen Shisharauchart mit einem Shisha"kopf", gefüllt mit einem aromatischen Tabak und darüber Alufolie mit Kohle (arabisch Fhm), wird bei ihnen der Tabak direkt verbrannt und geraucht. Das wird uns Europäern nicht zugemutet. ZUM GLÜCK!!!

Gesundheitsschädlich ist das Ganze auf jeden Fall, das möchte ich nicht abstreiten. Aber wie bei so vielen Dingen, wenn man die Sisha in Maßen genießt, besteht kein Grund zur Sorge!

"Untersuchungen der Universität Jeddah (Saudi-Arabien) zufolge ist Wasserpfeifentabak fast so gesundheitsgefährdend wie das Rauchen von Zigaretten. Hier ist aber zu erwähnen, dass in arabischen Ländern hauptsächlich starker Tabak mit neutralem Geschmack (Salloumtabak) geraucht und die Kohle direkt aufgelegt wird."

Summa Summarum lässt sich sagen, dass Zigaretten Konsum viiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeel schädlicher ist und, dass wenn ich einmal die Woche (höchstens!!) an einer Shisha zieh das nich schlimm ist. Bitte meine lieben Leute zuhause (Paps und Opa). CHILL OUT :)
Die Diskussion ist eröffnet: Was haltet ihr denn so von Shisha? Bitte auch jemand aus meiner Generation;)

Donnerstag, 24. September 2009

Oma und Opa in Israel


Jerusalemer Stadtmauer im Bereich Ziongate


Die Selinili und der Opali


Omi und Seli in der Geburtskirche


Oma


Dormitio- Wurde vom Kaiser Wilhelm gebaut und beherbergt deutsche Franziskaner, Theologiestudenten und beherbergte unsere Schwester Bernadette fast 10 Jahre



Jetzt melde ich mich mal wieder, nachdem darum gebeten wurde. Im Moment habe ich eine leicht stressige Woche, da ich verlauten lies: Komme was wolle, ich brauche den Dienstag frei, um ihn mit meinen Großeltern zu verbringen. Naja, die Moral aus der Geschicht: 4 Mal Service mag ich nicht^^
Im Klartext bedeutet das nämlich für mich, dass ich morgens um halb 6 aufstehe, während ich dusche wird es hell, dann werf ich mir das ÖH Polo über und baue das Frühstück auf. Heute mit unserem Nesthäkchen Martin (falls du das liest: Sry für die Bezeichnung^^ Musste sein;) ).
Als spezielles Sahnehäubchen kommt dazu: Heute abend gibts ein Volo Barbecue (fällt zum Glück nicht in mein Aufgabenbereich) und danach isst der Grabesritter Orden bei uns zu Abend... Wird wohl 11 werden. Aber morgen habe ich endlich wieder frei, JIHA. Gestern wurde der Tag auch vom Service bestimmt und ich war abends noch schnell Tee trinken und Shisha rauchen in der gleichen Bar, in der wir auch mit Opa und Oma waren. Die Beiden befinden sich gerade am See Genezareth und werden morgen dann nach Tel Aviv zurückkehren, am Samstag geht ihr Flug.

Und nun neues zur (neuen) Rubrik "schon gewusst?":
Am Montag feiern die Juden Jom Kippur, den jüdischen Versöhungstag.
Aus Wikipedia:
" Der Jom Kippur steht in der Ordnung der Feiertage nach dem heiligen wöchentlichen Schabbat; er gilt als heiligster und feierlichster Tag des jüdischen Jahres bezüglich Umkehr, Reue und Versöhnung. Essen, Trinken, Baden, Körperpflege, das Tragen von Leder (einschließlich Lederschuhen) und sexuelle Beziehungen sind an diesem Tag verboten. Das Fasten– der gänzliche Verzicht auf Essen und Trinken – beginnt kurz vor Sonnenuntergang und endet am folgenden Tag nach Einbruch der Nacht."

Es wird tunlichst untersagt Auto zu fahren. Früher traute man sich in einigen arabischen Gebieten oder in sekulären Gegenden, naja aber die orthodoxen haben sich so gut übers Land verteilt, dass man überall im wahrsten Sinne des Wortes gesteinigt wird.

Montag, 21. September 2009

The rain is down in..... ISRAEL

Regenrekord zum Neujahrsfest titelt unser Fenster zu Israel, die Israelnetznewsletter. Angeblich fiel soviel Regen am Wochenende, wie sonst im September und Oktober zusammen. Meine gerade hier in Israel reisenden Großeltern konnten Regen auf Massada erleben. Das gibt es nur 5 Mal im Jahr, und dann auch nicht gerade im September. Aaaaaaber, es wird wieder Sommer prophezeit man uns...

We´ll see:)